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Ausstellungen in der evangelischen Stadtkirche Bad Schmiedeberg

01. bis 29.7.2018
„Die Lust an der List – Das politisch-gesellschaftlich Kabarett in der DDR“
 
Das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau hat eine neue Wanderausstellung konzipiert und die evangelische Kirchengemeinde Bad Schmiedeberg gehört zu den ersten Orten, die sie präsentieren dürfen: „Die Lust an der List – Das politisch-gesellschaftliche Kabarett in der DDR“.

Das politisch-gesellschaftliche Kabarett sollte in der DDR dazu beitragen, die Zuschauer durch wohldosierte Kritik humorvoll mit dem sozialistischen Staat zu versöhnen.
Im Gegensatz zur Bundesrepublik standen die Kabaretts hier unter Kontrolle und im Dienst der Staatspartei. Damit unterlagen sie staatlichen Beschränkungen und Zensureingriffen. Dabei lag die Stärke des DDR-Kabaretts in der stillen Vereinbarung mit dem Publikum, Kritik "zwischen den Zeilen" lesbar zu machen. Denn mit "Lust an der List" versteckten die Kabarettisten hinter der offenen Lüge die Wahrheit, die von den Zuschauern entdeckt und mit Beifall quittiert wurde.
Auf 20 Rollup-Displays beleuchtet diese Ausstellung die Entwicklung des deutschen Kabaretts bis heute. Dabei liegt der Schwerpunkt auf renommierten Ensemble-Kabaretts wie die "Distel", die "Leipziger Pfeffermühle", die "academixer" oder die "Herkuleskeule" u. a., die zu DDR-Zeiten die aufmerksamen Zuschauer mit "Lust an der List" begeisterten und auch nach 1990 das neue Publikum für sich gewinnen konnten.
Die Ausstellung des Martin-Luther-King-Zentrums Werdau wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, dem Landkreis Zwickau und der Stadt Werdau gefördert.

Mehr auch unter http://www.martin-luther-king-zentrum.de/mlkz/ausstellungen/die-lust-an-der-list

Geöffnet ist die Ausstellung täglich außer montags und mittwochs von 10 bis 12 und 15 bis 17 Uhr, oder nach vorheriger Anmeldung (034925-70282 oder -70370).
Der Eintritt ist frei, zur Deckung der Unkosten wird um eine Spende gebeten.

 

 

22.5. bis 30.6.2018,
„Was isst die Welt?“

Die Ausstellung zeigt in 20 beeindruckenden Fotografien die Vielfalt unserer Nahrungsmittel. Gleichzeitig führt sie uns aber auch vor Augen, wie ungleich die Nahrungsmittel auf der Welt verteilt sind. Ein Kunstgriff des Fotografen Peter Menzel lässt uns dies ganz unmittelbar erleben: Auf den Fotos ist jeweils eine Familie zusammen mit der Menge an Lebensmitteln abgebildet, die ihr für eine Woche zur Verfügung stehen. Da sehen wir zum Beispiel eine Flüchtlingsfamilie aus Darfur mit ihrer mehr als kärglichen Wochenration, und gleich daneben eine japanische Familie neben ihrem üppigen Wocheneinkauf. Kurze Texte und ausgewählte statistische Daten informieren die Betrachter über die Ernährungssituation und Ernährungs­gewohnheiten der jeweiligen Familie und über das Land. Die Ausstellung spannt einen Bogen um die ganze Welt. Von Deutschland über die Türkei, Ägypten, Bhutan, China und Ecuador bis in die USA, um nur einige der insgesamt 20 gezeigten Länder zu nennen. Und sie spannt auch einen Bogen von den reichen Industrienationen mit ihrem Überfluss an Nahrungsmitteln hin zu den ärmsten Ländern, in denen der Nahrungsmangel zum Alltag gehört.
Die Ausstellung wurde uns vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung (BMZ) zur Verfügung gestellt.
Mehr auch unter https://was-isst-die-welt.de
 
Geöffnet ist die Ausstellung täglich außer montags und mittwochs von 10 bis 12 und 15 bis 17 Uhr,
oder nach vorheriger Anmeldung (034925-70282 oder -70370).
Der Eintritt ist frei, zur Deckung der Unkosten wird um eine Spende gebeten.