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Ausstellungen in der evangelischen Stadtkirche Bad Schmiedeberg

17.6.-18.8.2019:
„Unsere Zukunft hat schon begonnen. Das christliche Umweltseminar Rötha“
Die Wanderausstellung »Unsere Zukunft hat schon begonnen« zeigt die verfehlte Umweltpolitik und die massive Zerstörung des Lebensraumes in der DDR. Am Beispiel der Braunkohleregion im Leipziger Südraum wird das Entstehen zivilgesellschaftlichen Engagements und Widerspruchs unter den Bedingungen der SED-Diktatur nachgezeichnet. Dieser jahrelange Protest des Christlichen Umweltseminars Rötha mündet nach der Friedlichen Revolution 1989 in ein wirtschaftliches, soziales und kulturelles Zukunftskonzept für eine geschundene Region.
Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Christlichen Umweltseminars Rötha (CUR) in der Braun-kohleregion des Leipziger Südraums. Das Gebiet war vom Kohletagebau, der Braunkohle- und der Karbolchemie geprägt, was zu massiven Umwelt-schäden führte. Ab dem Jahr 1981 begann das CUR, zunächst mit Baumpflanzaktionen, Informationsabenden und umweltbezogenen Gottes-diensten zu agieren. Die ab 1983 jährlich stattfindenden Umweltgottesdienste entwickelten sich zu öffentlichkeitswirksamen Treffen.
Mit der Protest-Aktion »Eine Mark für Espenhain« im Jahr 1988 erreichte das CUR eine unerwartete Resonanz. Mit 100.000 Unterstützern entwickelte sich diese Unterschriften- und Geldsammlung zur ersten und einzigen Bürgerinitiative in der DDR.
Persönliche Fotos und Dokumente sowie Zitate zeigen die Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Einen vertiefenden Einblick vermittelt die Medienstation, in der sieben Zeitzeuginnen und -zeugen ihre Geschichten erzählen.
Geöffnet ist die Ausstellung Di sowie Do - So von 10 - 12 und 15 - 17 Uhr

Buchvorstellung
Montag, 24. Juni, 19.30 Uhr, Kirche (oder Gemeindehaus)
Im Rahmen der Ausstellung gestaltet das Autorenehepaar Annette Hildebrandt, Tochter der unvergessenen Regine Hildebrandt, und Lothar Tautz, einen multimedialen Abend mit Lesung, Videos, Fotos, Live-Musik u.a. von Renft zur Vorstellung ihres Zeitzeugenbuches „Protestanten in Zeiten des Kalten Krieges. Der Wittenberger Kirchentag zum Lutherjubiläum 1983 im Fokus der Staatssicherheit“ am Montag, dem 24. Juni, 19.30 Uhr, in der Kirche oder im Gemeindehaus. Dabei spielt auch das ehemalige „Karl-Marx-Lager“ Bad Schmiedeberg eine nicht unwichtige Rolle!
Der Eintritt zur Ausstellung und zum Gesprächsabend ist frei,
um eine Spende zur Deckung der Unkosten wird freundlich gebeten.


September 2019:

„Wind of change – Die DDR und das Jahr 1968“ (M.-L.-King Zentrum Werdau)


November 2019:
„Könnten die Gefallenen reden - Heinrich Böll im 2. Weltkrieg“
Friedensbibliothek-Antikriegsmuseum Berlin


Mai 2019:
„Johannes Bugenhagen: Wegbereiter der Reformation an Luthers Seite“ (PLM Bayern)

 

bugenhagen

 

Dr. Pomeranus – Johannes Bugenhagen, Wegbereiter der Reformation an Luthers Seite.
Eine Wanderausstellung des PLM Bayern.
30. April bis 2. Juni 2019 – Ev. Stadtkirche Bad Schmiedeberg
Geöffnet dienstags und donnerstags bis sonntags von 10 bis 12 und 15 bis 17 Uhr

Ohne Johannes Bugenhagen (* 24.6.1485 Wollin + 20.4.1558 Wittenberg) wäre die Reformation, vor allem im europäischen Norden, anders verlaufen. Trotz seiner bedeutenden Rolle im Zusammenwirken mit Martin Luther und Phillip Melanchthon, gerät der gelehrte Theologe und Sozialreformer, dessen vorderstes Anliegen der Frieden zwischen den Menschen war, immer mehr in Vergessenheit.

Eine bilderreiche Ausstellung in der Stadtkirche zu Bad Schmiedeberg setzt nun ihren Focus ganz auf Johannes Bugenhagen, der über dreißig Jahre lang als Luthers engster Vertrauter und dessen Botschafter die Reformation maßgeblich voranbrachte. Beleuchtet wird dabei ein charismatischer Mann, der vor allem als emphatischer Sozialreformer das protestantische Kirchenwesen mitgeprägt hat.

Als er 1521 nach Wittenberg zog, um sich Luther anzuschließen, war er bereits ein reifer und profilierter Mann von hohem Ansehen. In seiner Heimat Pommern zählte man ihn zu den Zentralfiguren der Kirche und die von ihm konzipierte Lateinschule zu Treptow galt als einzigartig fortschrittliche Institution, deren Ruf weit über die Grenzen des Landes reichte. Mehrere Bücher hatte er bereits veröffentlicht, die ihn im Rang eines geachteten Theologen bestätigten.

Der „Dr. Pomeranus“ brachte also als gelehrter Bibelausleger das ideale Handwerkszeug nach Wittenberg mit, wo ihn Luther bald entdeckte und für wichtige Missionen heranzog. Er wurde Stadtpfarrer und Luthers Seelsorger im Kreis der Reformatoren, er war Professor der Theologie und Verfasser zahlreicher Schriften, und er wurde zum viel gefragten Botschafter der Reformation.

Der stets um Gerechtigkeit bemühte und meist gut gelaunte Mann war als Vermittler gerne gesehen und verstand es, einfühlsam mit Menschen aller Stände umzugehen. Als Spezialist in der Entwicklung neuer Kirchenordnungen war er viele Jahre auf Reisen und wurde in Städten wie Hamburg, Lübeck oder Braunschweig wie ein Erlöser empfangen. Aber auch in Pommern, Dänemark und Norwegen gestaltete er Kirche neu.

Die Ausstellung beleuchtet bisher wenig beachtete Schauplätze der Reformation und stellt einen Mann in ihren Mittelpunkt, der mit Recht in den Rang der großen Reformatoren neben Luther und Melanchthon eingereiht werden kann.

Die Exposition ist ein Projekt des Kulturrings der Pommerschen Landsmannschaft Bayern und wurde unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration. Sie stellt in umfangreichen Bild- und Texttafeln Leben und Wirkungsgeschichte Bugenhagens dar. Besonders hervorzuheben ist eine großformatige Abbildung des bedeutenden Croy-Teppichs aus Greifswald.

Kuratiert wurde sie von Martina Kerl, Kulturreferentin des Kulturrings Pommern, die am Donnerstag, dem 9. Mai, um 19.30 Uhr im Rahmen der Orgelvesper eine Einführung in die Ausstellung geben wird. Der sehr lesenswerte Katalog ist für 5 Euro ab diesem Termin erhältlich.


 

2018

01. bis 29.7.2018
„Die Lust an der List – Das politisch-gesellschaftlich Kabarett in der DDR“
 
Das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau hat eine neue Wanderausstellung konzipiert und die evangelische Kirchengemeinde Bad Schmiedeberg gehört zu den ersten Orten, die sie präsentieren dürfen: „Die Lust an der List – Das politisch-gesellschaftliche Kabarett in der DDR“.

Das politisch-gesellschaftliche Kabarett sollte in der DDR dazu beitragen, die Zuschauer durch wohldosierte Kritik humorvoll mit dem sozialistischen Staat zu versöhnen.
Im Gegensatz zur Bundesrepublik standen die Kabaretts hier unter Kontrolle und im Dienst der Staatspartei. Damit unterlagen sie staatlichen Beschränkungen und Zensureingriffen. Dabei lag die Stärke des DDR-Kabaretts in der stillen Vereinbarung mit dem Publikum, Kritik "zwischen den Zeilen" lesbar zu machen. Denn mit "Lust an der List" versteckten die Kabarettisten hinter der offenen Lüge die Wahrheit, die von den Zuschauern entdeckt und mit Beifall quittiert wurde.
Auf 20 Rollup-Displays beleuchtet diese Ausstellung die Entwicklung des deutschen Kabaretts bis heute. Dabei liegt der Schwerpunkt auf renommierten Ensemble-Kabaretts wie die "Distel", die "Leipziger Pfeffermühle", die "academixer" oder die "Herkuleskeule" u. a., die zu DDR-Zeiten die aufmerksamen Zuschauer mit "Lust an der List" begeisterten und auch nach 1990 das neue Publikum für sich gewinnen konnten.
Die Ausstellung des Martin-Luther-King-Zentrums Werdau wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, dem Landkreis Zwickau und der Stadt Werdau gefördert.

Mehr auch unter http://www.martin-luther-king-zentrum.de/mlkz/ausstellungen/die-lust-an-der-list

Geöffnet ist die Ausstellung täglich außer montags und mittwochs von 10 bis 12 und 15 bis 17 Uhr, oder nach vorheriger Anmeldung (034925-70282 oder -70370).
Der Eintritt ist frei, zur Deckung der Unkosten wird um eine Spende gebeten.

 

 

22.5. bis 30.6.2018,
„Was isst die Welt?“

Die Ausstellung zeigt in 20 beeindruckenden Fotografien die Vielfalt unserer Nahrungsmittel. Gleichzeitig führt sie uns aber auch vor Augen, wie ungleich die Nahrungsmittel auf der Welt verteilt sind. Ein Kunstgriff des Fotografen Peter Menzel lässt uns dies ganz unmittelbar erleben: Auf den Fotos ist jeweils eine Familie zusammen mit der Menge an Lebensmitteln abgebildet, die ihr für eine Woche zur Verfügung stehen. Da sehen wir zum Beispiel eine Flüchtlingsfamilie aus Darfur mit ihrer mehr als kärglichen Wochenration, und gleich daneben eine japanische Familie neben ihrem üppigen Wocheneinkauf. Kurze Texte und ausgewählte statistische Daten informieren die Betrachter über die Ernährungssituation und Ernährungs­gewohnheiten der jeweiligen Familie und über das Land. Die Ausstellung spannt einen Bogen um die ganze Welt. Von Deutschland über die Türkei, Ägypten, Bhutan, China und Ecuador bis in die USA, um nur einige der insgesamt 20 gezeigten Länder zu nennen. Und sie spannt auch einen Bogen von den reichen Industrienationen mit ihrem Überfluss an Nahrungsmitteln hin zu den ärmsten Ländern, in denen der Nahrungsmangel zum Alltag gehört.
Die Ausstellung wurde uns vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung (BMZ) zur Verfügung gestellt.
Mehr auch unter https://was-isst-die-welt.de
 
Geöffnet ist die Ausstellung täglich außer montags und mittwochs von 10 bis 12 und 15 bis 17 Uhr,
oder nach vorheriger Anmeldung (034925-70282 oder -70370).
Der Eintritt ist frei, zur Deckung der Unkosten wird um eine Spende gebeten.