„Atem unseres Betens“
 Nachdenken über sieben ausgewählte Psalmen

 
Ökumenische Bibelwoche vom 19.-26. Februar 2012
 in Bereich Bad Schmiedeberg

unser Programm:

 

Sonntag, 19.02. 14.00 Uhr  
gemeinsamer Eröffnungsgottesdienst zum Kirchweihfest
in der Dorfkirche Patzschwig mit einem Anspiel ins Thema.
Dazu Kaffee und Kuchen.
(Transport 13.30 Uhr von der Stadtkirche; auch zurück!)


Montag, 20.02. 19.30 Uhr   
Bibelgesprächsabend mit Pfarrer Ronald Kleinert,
Ev. Kirchengemeinde Rackith

Dienstag, 21.02. 19.30 Uhr
Bibelgesprächsabend mit Dr. Christoph Gramzow,
Universität Leipzig - Theologische Fakultät

Mittwoch, 22.02. 19.30 Uhr
Bibelgesprächsabend mit Pfarrer Christoph Krause,
Ev. Kirchgemeinde Bad Schmiedeberg 

Donnerstag, 23.02.  19.30 Uhr
literarisch-musikalischer Abend
unter Leitung von Kantor
 Otto-Bernhard Glüer und Pfarrer Christoph Krause,
Ev. Kirchgemeinde Bad Schmiedeberg  

Freitag, 24.02.  19.30 Uhr
Filmabend mit dem Spielfilm
„Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran"  
(Frankreich 2004; 91 Min.)
Herausragende Verfilmung des Bestsellers von Eric-Emmanuel Schmidt: Monsieur Ibrahim betreibt ein kleines Geschäft , das die tägliche Anlaufstelle für den jungen Moses ist. Aus den wenigen Sätzen, die die beiden anfangs wechseln, werden bald tiefsinnige Gespräche über das Leben. Der alte Mann kennt das Geheimnis des Glücks, sensibilisiert Moses für die Freuden des Alltags und erklärt, warum man nur das behalten kann, was man verschenkt.
(91 Min.; Eintritt frei - Kollekte erbeten) 

Sonntag, 26.02.  09.30 Uhr
gemeinsamer Abschlussgottesdienst in der Stadtkirche
mit besonderer musikalische Gestaltung
 

Alle Abendveranstaltungen finden im Gemeindehaus
der ev. Kirchengemeinde Bad Schmiedeberg, Kirchstr. 5, statt.

Die Kollekten unterstützen Projekte
des Weltbundes der Bibelgesellschaften

Klagen - wie oft klagen wir über alles, was uns nicht gefällt, uns Sorgen und Schwierigkeiten bereitet: Arbeitslosigkeit und Krankheit, steigende Preise bei sinkender Rente, über Menschen, die uns das Leben schwer machen. Und was loben wir? Wir loben oft uns selbst, weil wir alles so gut können. Wir loben ein gutes Familienklima, verlässliche Freunde und manchmal auch Freude, die uns bereitet wurde.
Loben und Klagen - unser Leben pendelt zwischen Freude und Leid, zwischen Jubel und Trauer. Es trifft durchaus auf uns zu: himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt. Zwischen diesen beiden Polen ist menschliches Leben seit eh und je verlaufen - und es wird auch in Zukunft so bleiben. Eine perfekte Welt, also ein Leben ohne Leid, Schmerzen, Trauer und Tod, wird es nicht geben. Und unser Gottvertrauen? Es gibt Stunden, in denen wir Gott vorbehaltlos vertrauen, und es gibt Stunden, in denen wir an Gott verzweifeln.
Klagen, Loben, Gottvertrauen - das alles finden wir in dem "Liederbuch der Bibel", den Psalmen. Wir lesen und hören von Menschen, denen das Klagen und Loben nicht fremd ist. Wir erfahren aber auch von ihnen, dass sie sich dem zuwenden, der ihnen in ihren Sorgen und Nöten helfen kann: "Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Ange-sichts Hilfe und mein Gott ist" (Psalm 42,6). Oder: "Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand" (Psalm 73,23).
Als Gebete und Lieder spiegeln die Psalmen die Lebens- und Glaubens-erfahrungen konkreter Menschen wider.In der diesjährigen Bibelwoche, die wir wieder gemeinsam als katholische und evangelische Christen unserer Region feiern wollen, werden uns diese Erfahrungen von David und Salomo, der Söhne Korach und namenloser Beter nahe gebracht. In ihren Gebeten und Liedern erkennen wir uns wieder. Ihr Gottvertrauen - auch in ausweglosen Situationen - möchte uns helfen, in unseren hoffnungslosen Lagen nicht zu verzagen.
Bei der Erschließung der Texte helfen uns renommierte Referenten, aber auch mit der Gabe der Musik und der Möglichkeit des Filmes wollen uns bereichern lassen. Und wie immer rahmen die "Patzschwiger Kirchweih" und der Abschlussgottesdienst mit ihren Anspielen diese besondere Woche.

Frauen aller Konfessionenladen ein
Weltgebettag 2012 in Bad Schmiedeberg


Steht auf für Gerechtigkeit
MALAYSIA 

unser Programm:

Samstag, 25.Februar, 14.00 bis 18.00 Uhr
Konfirmandenkurs
Gemeindehaus Bad Schmiedeberg


Donnerstag, 01. März, 19.00 Uhr
Vorstellung "Malaysia": Dias, Musik, Infos 
Gemeindehaus Bad Schmiedeberg 

Freitag, 02. März, 17.00 Uhr
Ökumenischer Gemeindeabend
mit vielfältigen Programm

Gemeindehaus Bad Schmiedeberg

Samstag, 03. März, 10.00 bis 13.00 Uhr
Bürgerhaus in Pretzsch
Regionaler Kinder- Weltgebetstag
Abfahrt: Bad Schmiedeberg, Kirchstr. 5,..... 09.30 Uhr
              Söllichau, Pfarrhaus  .................... 09.30 Uhr

Sonntag, 04. März, 10.30 (!) Uhr

Katholische Pfarrkirche
Bad Schmiedeberg, Lindenstr. 8

Gemeinsamer Famieliengottesdienst


Steht auf für Gerechtigkeit
MALAYSIA

Wie lässt sich ein Staat regieren, dessen zwei Landesteile - getrennt durch das Südchinesische Meer - über 500 km auseinander liegen? Ein Land, dessen rund 27 Mio. Einwohner unterschiedlichste ethnische, kulturelle und religiöse Wurzeln haben. Mit Kontrolle, mit Reglementierungen, mit Religion? Die Regierung des südostasiatischen Landes Malaysia versucht mit allen Mitteln, Einheit und Stabilität zu erhalten. Der Islam ist in Malaysia Staatsreligion. Alle Malaien (ca. 50%) sind von Geburt an muslimisch. Chinesisch-stämmige (23%) und indisch -stämmige Menschen (7%), indigene Völker (11%) und Menschen anderer Herkunft (7%) gehören größtenteils dem Buddhismus, Hinduismus, Christentum und anderen Religionen an. Für sie gilt nur theoretisch Religionsfreiheit. Immer wieder kommt es jedoch zu Benachteiligungen der religiösen Minderheiten und zu politisch instrumentalisierten Konflikten.
Malaysia, seit 1957 unabhängig, gilt als wirtschaftlich aufstrebend und ist als konstitutionelle Wahlmonarchie weltweit einzig. Seine Hauptstadt Kuala Lumpur liegt in Westmalaysia, wo ca. 80% der Bevölkerung leben. Im viel größeren Ostmalaysia, das auf der Insel Borneo liegt, leben besonders indigene Völker mit einem hohen Christenanteil.
Malaysia könnte zauberhaft sein: Mit  Stränden, fruchtbaren Ebenen an den Küsten, tropischem Dschungel, Hügeln und Bergen bis 4000 m versucht es mit Erfolg, Touristen anzuziehen. Ja, wenn es Korruption, Ungerechtigkeit und vor allem Menschenrechtsverletzungen nicht gäbe! Aber man spricht unter dem Druck der Regierung am besten nicht darüber.
Auch für die Christengemeinden kann es gefährlich sein, Kritik zu üben. Die Weltgebetstagsfrauen haben in ihrer Liturgie einen Weg gefunden, Ungerechtigkeiten, die zum Himmel schreien, anzuprangern: Sie lassen die Bibel sprechen. Die harten Klagen des Propheten Habakuk schreien zu Gott. Da sind sie gut aufgehoben. Und die Geschichte von der hartnäckigen Witwe und dem korrupten Richter aus dem Lukasevangelium trifft genau den Lebenszusammenhang der Verfasserinnen und vieler Menschen weltweit. Habakuk, der in seiner Klage – auch gegen Gott – heftig austeilen kann, ermutigt die Christinnen, auch ihrerseits im Gebet ihre Klagen Gott vorzutragen. „Wir sehen, dass unterschiedliche Auffassungen im politischen und religiösen Bereich mit Gewalt unterdrückt werden .... Stimmen für Wahrheit und Gerechtigkeit  werden zum Schweigen gebracht. Korruption und Gier bedrohen deinen Weg der Wahrheit, Gott“. Darf eine Frau so mutig und offen in den politischen Raum hineinreden? Das Bild von der
„stumm leidenden malaysischen Frau“, das nicht nur in Männerköpfen immer noch gültig ist, trauen sich die Weltgebetstagsfrauen im Gebet zu widerlegen. Weltweit wollen sie alle Christinnen und Christen am 2. März 2012 aufrufen, aufzustehen für Gerechtigkeit. Ermutigt durch die Zusage Jesu, die sie sechsmal in ihrer Liturgie wiederholen:
"Selig sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden satt werden."
Lassen Sie sich wieder herzlich einladen zu unseren bunten Veranstaltungen in Gemeindehaus und Kirche!